Ein wichtiges Standbein der Geldanlage: Aktien kaufen

Das Auf und Ab der Börse kann nervös machen. Wer sich auskennt, kann Aktien kaufen ohne Reue und gute Erträge einfahren. Das Risiko muss aber mit einkalkuliert werden, denn auch Verluste gehören zum Börsengeschehen.

Aktien kaufen, an der Börse spekulieren und damit reich werden - ein viel gepflegter Mythos. In der Realität gelingt es nur ganz wenigen Menschen, an der Börse richtig reich zu werden. Über jene, die sich verspekulieren und ruinieren, wird geschwiegen. Dabei ist, bei einem richtigen und vor allem vorsichtigen Umgang, an der Börse durchaus Geld zu verdienen. Wenn man früher nach einigen Jahren Arbeit Geld übrig hatte, nachdem man bereits ein Haus gebaut, ein Auto gekauft, das Studium der Kinder gesichert, den Lebensstandard erhöht hatte - wenn man dann wirklich noch Geld übrig hatte, dann ging man zur Bank und fragte nach Anlagemöglichkeiten.

Neben der Immobilie und dem festverzinslichem Sparen wurde dann in der Regel empfohlen, bis zu einem Drittel des verfügbaren Kapitals in Aktien zu stecken, am besten in DAX-Werte, in denen die 30 größten deutschen Unternehmen zusammengefasst sind. Die Idee ist gut: Streubesitz an Industrievermögen ist sinnvoll, auch der sogenannte kleine Mann kann damit am Fortschritt und Gewinn von Unternehmen profitieren. Nun wissen es ja inzwischen alle, dass Kurse von Aktien nicht nur steigen, sondern auch fallen können, manchmal sogar bis ins Bodenlose. Telekomaktien und Hypo-Real-Estate-Aktien sind dafür bekannte Beispiele. Wer dann gar noch Aktien auf Pump kauft und auf steigende Kurse spekuliert, um später den Kaufpreis und die Zinsen für die Finanzierung des Kaufs mit Erlösen aus den nun wertvolleren Aktien zu bezahlen und dabei einen dicken Gewinn zu machen, gilt als clever, solange das funktioniert. Geht es daneben, und dafür sind die vergangenen zwei Jahre ein schlagender Beweis, beginnt das Zähneklappern. Wer übertrieben hat, ist jetzt pleite.

Wer aber vor etwa einem Jahr wieder - Aktien kaufen - in seinem Terminplaner stehen hatte, konnte zum Beispiel mit Bankaktien inzwischen wieder stadtliche Gewinne realisieren. Wer heute wüsste, welches Automobilunternehmen als Erstes ein Elektroauto erfolgreich auf den Markt bringt und Aktien dieses Unternehmens kauft, kann langfristig gute Erträge aus diesen Aktien erwarten. Aber wer weiß schon, welches Unternehmen das sein wird? Und wer versteht die Zusammenhänge? Wer hat die dafür notwendigen Schlüsselindustrien wirklich in der Hand? Wäre es nicht viel besser, Aktien von Batterien-Herstellern zu kaufen? Viele Fragen, auf die heute niemand eine zuverlässige Antwort weiß. Hier aufs richtige Pferd zu setzen, ist Glückssache.