Arbeitszeitkonten-Software hilft bei Datenerfassung

Gleitende Arbeitszeit, individuelle Pausenregelungen - alles ist in der Arbeitswelt möglich. Vorgegeben ist nur die Anwesenheitspflicht. Zur Erfassung dient der PC mit speziell entwickelter Arbeitszeitkonten-Software.

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Dieses Zitat wird einem russischen Politiker in den Mund gelegt. Und mittlerweile wirken sich diese Worte in viele Bereiche des täglichen Lebens aus - auch in der Arbeitswelt. Speziell entwickelte Arbeitszeitkonten-Software erfasst auf die Minute genau, wann ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz verlässt. Sei es, dass er in den Feierabend geht oder nur in die Pause.

Galt vor Jahren noch das Vertrauensprinzip, werden Arbeitnehmer heute dazu angehalten, bei Betreten der Arbeitsstelle entweder eine Magnetstreifenkarte durch ein Lesegerät zu ziehen oder sich über den Computer am Arbeitsplatz anzumelden. Ohne diese Anmeldung ist es oft nicht möglich, das Gerät zu starten, um mit der Arbeit zu beginnen. Die Arbeitszeitkonten-Software erfasst aber auch Überstunden, genommenen Urlaub sowie die zur Verfügung stehende Resturlaubszeit.

Die elektronische Zeiterfassung hat die mittlerweile antiquierte Stempeluhr abgelöst, mit der Arbeitnehmer früher ihre Anwesenheit belegten. Diese Stempelkarten waren dann in dafür vorgesehene Fächer abzulegen, die von jedermann einsehbar waren. So konnten Mitarbeiter zum einen nachsehen, wann ein Kollege kam oder ging, zum anderen konnten sich Kollegen untereinander bitten, füreinander zu stempeln. Missbrauch war also möglich und dem Datenschutz war auch nicht Rechnung getragen worden.

Ob die elektronischen Systeme aber den Anforderungen des Datenschutzes entsprechen? Davon ist auszugehen, da diese Möglichkeiten der Zeiterfassung mittlerweile gängige Praxis sind. In der Regel hat nur der jeweilige Arbeitnehmer Zugriff auf seine eigenen Daten, da die Zeitkonten normalerweise passwortgeschützt sind. Nur ihm ist es erlaubt, bei Fehlbuchungen oder Systemabstürzen, diese per Hand zu korrigieren. In einigen Firmen gibt es pro Abteilung einen Verantwortlichen - meistens ist es der Vorgesetzte -, der Zugriff auf alle Daten seiner Kolleginnen und Kollegen hat. Ihm obliegt aber lediglich die Überwachung der Eingaben. Ändern sollte er sie nicht können. Deshalb sollte jeder Arbeitnehmer zu seiner eigenen Sicherheit seine Daten täglich oder sporadisch überprüfen.