Was ist zu tun bei einer Übersäuerung des Magens?
Es gibt viele Ursachen, die bei einer Magenübersäuerung in Betracht gezogen werden können. Dennoch sollte man diese zunächst harmlosen Beschwerden nicht allzu lange auf die leichte Schulter nehmen.
Die Übersäuerung des menschlichen Magens bezeichnet der Mediziner als Hyperazidität. Jedoch ist damit keine spezifische Krankheit gemeint, sondern eine Erscheinung, die im Zuge anderer Erkrankungen oder Umstände zutage tritt. Eine Magenübersäuerung ist zunächst dadurch gekennzeichnet, dass die Belegzellen der Magenschleimhaut einen Überschuss an Magensäure produzieren. Die Symptomatik einer Übersäuerung sind Völlegefühl, saures Aufstoßen, Übelkeit, Sodbrennen oder Schmerzen im Magenbereich. Dennoch können auch schwerwiegendere Beschwerden wie eine Magenschleimhautentzündung oder ein Reizmagen auftreten oder später hinzukommen. In relativ seltenen Fällen sind Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre bekannt.
Generell tritt eine kurze Übersäuerung des menschlichen Magens häufiger auf. Vielen sind die Symptome des Völlegefühls beispielsweise nach den Weihnachts- oder Osterfeiertagen bekannt. Solche kurzfristigen Erscheinungen sind in der Regel harmlos und ohne weitere Folgen. Doch da Stress, Nikotin, Alkohol und ungesunde, schnelle Mahlzeiten als Hauptauslöser gelten, muss bei anhaltender Diagnose einer Magenübersäuerung nach einer langfristigen Lösung gesucht werden.
Der Arzt diagnostiziert die "krankhafte" Form der Magenübersäuerung meist mit einer Gastroskopie (Magenspiegelung) und der zusätzlichen Entnahme von Gewebeteilchen der Magenschleimhaut. Zur Therapie der Übersäuerung sind beispielsweise spezielle Medikamente erhältlich, die die Säureproduktion der Magenschleimhaut herabsetzen. Sie werden auch Protonenpumpenhemmer genannt. Um die genannten schwerwiegenden Folgen einer Übersäuerung zu vermeiden, ist es für manche Menschen jedoch unerlässlich, ihre Lebensgewohnheiten an die Bedürfnisse ihres Magens anzupassen. Dies kann in einer Reduzierung der Koffein- oder Alkoholzufuhr bestehen und dazu führen, dass der Patient dringend gebeten wird, das Rauchen einzustellen. Auch allzu scharfe beziehungsweise fettreiche Speisen sollten bei einer vorliegenden Magenübersäuerung vermieden werden. Liegt ein Befall der Magenschleimhaut mit sogenannten Helicobacter pylori vor, muss dies separat und medikamentös behandelt werden.